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Erster Einsatz der Polsterinsel, 17./18. Juli 2009
An diesem Einsatzwochende der LeoPARTs rollte der »weiße Punkt« erstmals über das Pflaster des Stadtteils. Und zum ersten Mal wurden Spiele ausgepackt, Materialien von den Kindern getestet
(Gummihüpfen, Murmelspielen, Kreidezeichnen und Hüpfkästchen) und die Erwachsenen zum komfortablen Zusammensitzen eingeladen. Unerwartet lieferte ‘Das Kinderspielbild’ von Pieter Brueghel d.Ä. zahlreiche
Inspirationen für Funktions-, Fiktions- und Rollenspiele, welche von den Kindern auf dem Leonhardsplatz nachgespielt, wie von den Erwachsenen interessiert diskutiert wurden. Spiele aus der eigenen Jugend wurden aktiviert, auf regionale wie kulturelle Unterschiede untersucht und in das Archiv der Polsterisel
aufgenommen. Ein groß angelegter Labyrinthbau begann im Marie-Juchacz-Park. Jedoch bremste
der immer wieder einsetzende Regen die Begeisterung am Weiterbau. Die Polsterinsel paßte sich den Wetterbedingungen an und der Sonnenschirm wurde zum Regenschutz. So wurden Spiele auf engstem Platz getestet. Buntstiftzeichnungen entstanden im Schutz der Polsterinsel. Am Schirm aufgehängt wurden sie zu wasserverlaufenen Aquarellen. Papierhüte eigneten sich weniger, aber in den Pfützen schwammen bald die Papierboote.
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An den unterschiedlichen Einsatztagen der Polsterinsel können sich die verschiedenen Aktionen ereignen: z.B. Papierbänder durch Straßenzüge ziehen, Labyrinthe auf Straßen und Plätzen verwirren, textile Vernetzungen entstehen, also temporäre Eingriffe stattfinden, welche das Straßenbild und den Alltag verwandeln. Die wandelnde gleichzeitig auch sich verwandelnde Polsterinsel ist in erster Linie eine
Kommunikationsmöglichkeit für verschiedene Altersgruppen. Sie bietet den Älteren Kaffee und Gespräch, den Jüngeren Spiele. Durch Spielen und Sprechen entstehen neue Verbindungen. Der neu und ungewohnt genutzte Außenbereich St. Leonhards wird anders wahr genommen. Paradiesische Zustände könnten entstehen. Eröffnung Stadtteilbüro St. Leonhard »Nahflugwettbewerb –
Der weiße Punkt – Mein liebster Ort/Punkt in St. Leonhard
24. April 2009, 11-14 Uhr
Zur Ankündigung des »weißen Punktes« – der Polsterinsel – und zur Eröffnung des Stadtteilbüros erschienen 1000 weiße Luftballons im Schaufenster am Leonhardsplatz. (Abb. 2) Aufgepustet wurden diese mit Hilfe von Sechstklässlern der nahegelegenen Haupschule St. Leonhard und Mädchen des »Mädchentreffs«. Im festlichen Rahmen der Eröffnung des Stadtteilbüros – auch »Lieder im Wind« waren zu hören und zu sehen – wurde auf dem Leonhardsplatz der »Nahflugwettbewerb« durchgeführt. Ein Tisch und Luftballons markierten vor dem Schaufenster den Startpunkt. Passanten, Neugierige und Eröffnungsfestgäste
bekamen einen weißen Luftballon mit Schnur. An dieser Schnur war ein weißer runder Aufkleber befestigt, auf dessen Rückseite zum Ausfüllen (Abb. 3) gestempelt war:
»Mein liebster Ort in St. Leonhard___________________«
»Ich wünsche mir für St. Leonhard___________________«
»Ich wünsche Dir für St. Leonhard___________________«
Dieser Aufkleber sollte am entsprechenden Lieblingsort im Stadtviertel selbst aufgeklebt werden. Auch die Luftballons konnten als Markierungspunkt dort festgebunden werden. So sollte sich St. Leonhard sichtbar mit kleinen weißen Punkten füllen. Parallel zum tatsächlichen Geschehen im Stadtteil wurden die Lieblingsorte auch als kleine weiße Punkte in eine Karte des Stadtteil geklebt, die groß in einem der Schaufenster hing neben Texten, die die Aktion erklärten, in türkisch, griechisch und deutsch. Im Laufe des Nachmittags erschienen immer mehr Punkte in St. Leonhard. Schon während der Aktion liegen die von den Teilnehmern ausgefüllten Aufkleberrückseiten im Schaufenster und sind für alle einsehbar.
Im Gespräch, wie in den geäußerten Wünschen ließ sich feststellen, dass die Bewohner sehr an ihrem Stadtteil und einem erfüllten Zusammenleben interessiert sind. Der Wunsch nach gegenseitigem Kennenlernen, sowie nach Gemeinschaft, Freundschaft, Kommunikation, Harmonie und nach einer Verschönerung des Stadtviertels durch Grünflächen und weniger Verkehr stand neben ganz konkreten Wünschen auf vielen Wunschlisten. Diese Wunschlisten gingen nach Zusammenfassung und
Auswertung an das neu eröffnete Stadtteilbüro.
Sammlung der Lieblingsorte in St. Leonhard (Rückseite der Aufkleber):
Leonhardstraße / Leonhardsplatz (3x) / Grünstraße (Platz neben der Kirche) / Kirche St. Leonhard / Grünstr. 17 / Marie-Juckacz-Park / Pausenhof der Schule / Vor der Villa Leon / Von der Tann Str. / Villa Leon / Der Friedhof Abt: A 37 / Hauptschule Leonhard / Rothenburgerstraße / Spielplatz (4x) / Aktivspielplatz / Spielplatz am Pferdemarkt / Park Leopold / Spielplatz Leopold / Leopoldstraße / Kindergarten »Kunterbunt« (Schwabacher Straße 50) / Kindermuseum / Schwabacher Str. 15 / Gemüse »Schell« / Lilienstr. 7 / Italienisches Eiscafé / Cafe und Bar «Omonia« in der Grünstraße / »Gluk« / Hort »Stapf« / Meine Wohnung (2x) / Schule (1x) / Platz vor der Olgastr. 15 / Westpark mit Möglichkeit Tischtennis und Schach zu spielen
Gesammelte Wünsche für St. Leonhard: Schwimmbad (3x) / Freibad / Grünflächen (5x) / weniger Verkehr (5x) (Gesteigparker und Parksünder Blüchert-Schneppenhorststr. zurechtweisen) / Osterbrunnen / mehr Grün (2x) / Häuser- und Balkonbegrünung / Bunte Fassaden, Fassadenbegrünung / Beete und Gärten / Wasserfälle / Brunnen im Leonhardspark / Baumpatenschaften (2x) / Mithilfe bei schon bestehenden Patenschaften / Harmonie (5x) / Freundschaft (3x) / mehr Kursangebote der Villa Leon / positives Zusammenwachsen (3x) /
weniger Zerstückelung (wahrscheinlich städtebaulich gemeint) / Sauberkeit (4x) / Multi-Kulti / Schule
(HS Leonhard) soll als Trittstein/Sprungbrett gelten / Raum für die Hauptschule SOFORT / mehr
Nachbarschaftshilfe (2x) / Tauschbörse / Obstabgabe / mehr Spielplätze (2x) / mehr Betreuungsmöglichkeiten für Kinder (wie Mädchentreff, aber auch für Jüngere) / warmes Mittagessen für Kinder / Vielfalt / Toleranz / Gemeinschaft (5x) / Internetcafé / Kommunikation (5x) / größere Aufzüge in der
U-Bahn / bessere Verkehrsanbindung / Aktivitäten (3x) / Verschönerung der Leonhardschule / großes
Volksfest mit Autoscooter / Volksfestplatz / Gesundheit, Glück, Viel Erfolg, Alles Gute‚ dass die Welt des
Stadtviertels neu entdeckt wird / Vergrößerung Hort »Stapf« / sinnvolle Sachen zusammen machen / mehr
Sicherheit / neuen Kindergarten / Belebung leerstehen-
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